Shiatsu

 

Unsere Hände sind nicht nur Werkzeuge und Waffen, sondern auch heilende Instrumente. Diese Tatsache ließ in allen Teilen der Welt zahlreiche Formen der Massage entstehen. In Asien sieht man den menschlichen Körper als ein komplexes Energiesystem, und Erkrankungen gelten als Störungen des Energieflusses.

Die Massagetechik des Shiatsu ist eine japanische Form der Körperarbeit. Sie entwickelte sich aus verschiedenen asiatischen Therapiemethoden und Körpertechniken wie Akupunktur, Kräuterheilkunde und Ernährungslehre. Richtig angewandt kann Shiatsu nicht nur physische Schmerzen lindern bzw. heilen, sondern kann auch gegen emotionalen Schmerz erfolgreich eingesetzt werden.


Wie wird Shiatsu ausgeführt?

Shiatsu wird üblicherweise auf einem Futon, das ist eine auf dem Boden liegende Matte, ausgeführt. Der Behandelte bleibt leicht bekleidet, so daß der Praktizierende den Kontakt mit der körpereigenen Energie leichter aufnehmen kann. Diese Energie, auch Chi, Ki oder Prana genannt, ist die Lebensenergie, die allen Lebensvorgängen zugrunde liegt. Es ist die Energie, die beispielsweise eine Pflanze dazu bringt, durch Beton hindurchzuwachsen.

Das Ki stellt man sich am besten als einen Energiefluß vor, der in einer Art Kanalsystem durch den Körper geleitet wird. Diese Kanäle heißen Meridiane. Idealerweise strömt dieser Energiefluß frei dahin, bisweilen jedoch versiegt er oder ist blockiert. Es gibt sechs Meridianpaare, die mit unterschiedlichen Organen in Beziehung stehen. Die Kunst beim Shiatsu ist es, mit den Händen auf die Wünsche und Bedürfnisse des Klienten zu lauschen und zu tun, was nötig ist, um Blockaden aufzulösen und den Energiefluß so auszugleichen und zu harmonisieren, dass sich der Klient wieder entspannen und wohlfühlen kann. Dabei bearbeitet der Therapeut die jeweiligen Meridiane; er kann bestimmten Körperregionen mehr Aufmerksamkeit schenken als anderen, längere Zeit an einem Punkt verweilen, aber auch in beschleunigtem Rhythmus arbeiten - hier sind Intuition und Beobachtungsgabe des Therapeuten gefragt.

Neben dem traditionellen Meridianverlauf wird heute zunehmend der Verlaf nach Masunaga gelehrt. Eine sehr interessante DVD zu den Masunaga-Meridianen wird auf der Homepage von Gareth Callister und seiner Frau Athena angeboten. Gareth habe ich im IMI Kiental in der Schweiz kennen gelernt. Er bietet auf seinen Seiten viele interessante Informationen über Shiatsu, TCM und Yoga, auch Schwangerschafts Yoga.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeitmit den Meridianen ist das Verständnis von Yin und Yang, den ewigen sich beständig wandelnden dualen Kräften des Universums, die in allen Dingen enthalten sind. Sind diese Kräfte in Harmonie, ist der Mensch gesund.


Der Begriff Shiatsu setzt sich aus den Worten Shi = Finger und Atsu = Druck zusammen. Allerdings wendet Shiatsu nicht nur Daumen- und Fingerdruck an, sondern es werden ebenso Handflächen, Ellenbogen, Unterarme, Knie und Füße eingesetzt.

Eine Hand des Therapeuten sollte stets am Körper des Klienten sein: die sogenannte Mutterhand, die dem Klienten Sicherheit gibt, während die andere arbeitet. Auf diese Weise fließt die Energie in einem geschlossenen Kreislauf zwischen Therapeut und Klient.


Shiatsu-Unterricht für Anfänger
Shiatsu unterscheidet sich von anderen Massageformen vor allem durch die Qualität des Drucks. Um mit der körpereigenen Energie arbeiten zu können, muß der Druck die äußeren Schichten des Körpers durchdringen, so dass er seine Mitte erreichen zu kann. Das kann sehr entspannend wirken, wird aber auch manchmal als äußerst schmerzhaft empfunden. Dieser Druck wird je nach Bedarf durch die Verlagerung des eigenen Körpergewichtes entweder stärker oder schwächer ausgeübt.

Das Hara, der Bauch, ist das Energiezentrum des Körpers. Shiatsu-Therapeuten lernen, wie auch Kampfsportler oder japanische Trommler, von diesem Zentrum aus zu arbeiten. Es hilft ihnen, bewußt und entspannt zu sein, und es ermöglicht ihnen, sich direkt mit dem Energiezentrum des Klienten zu verbinden, um auf diese Weise dessen Bedürfnisse zu erspüren und ihm die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.


 


Wie wirkt Shiatsu?

Durch die unterschiedlichen Druck- und Dehnungstechniken beim Shiatsu wird der Energiefluß im ganzen Körper ausgeglichen. So lösen sich Verspannungen und Versteifungen, Schmerzen werden gelindert oder verschwinden ganz, die Atmung vertieft sich, die Durchblutung wird gefördert und Energieblockaden können sich auflösen. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und unterstützt, und selbst depressive Zustände lassen sich erfolgreich beeinflussen. Eine allgemeine Steigerung des Wohlbefindens ist die Folge. Regelmäßig angewendet und mit einer bewußten Ernährung sowie entsprechenden Körperübungen kombiniert stellt diese Art der Behandlung eine wirkungsvolle Gesundheitsvorbeugung dar.



Für wen ist diese Arbeit geeignet?


Shiatsu kann an Menschen aller Altersstufen ausgeübt werden. In Thailand behandelt man sowohl Babys als auch sehr alte Leute mit dieser Berührungstherapie und gibt ihnen damit Wärme und Wohlbefinden. Während einer Therapiebehandlung wird immer der ganze Körper intensiv durchgearbeitet. Die daraus resultierende tiefgreifende Entspannung hilft dem Körper Heillungsprozesse einzuleiten, die eine Vielzahl von körperlichen und geistigen Leiden positiv beeinflussen können.
Greisin
Babyhand
Shiatsu kann als kraftvolle Heilmethode für sich angewendet werden, kann aber auch in andere Formen der Körperarbeit bereichernd einfließen. In Verbindung mit ShinTai ist Shiatsu besonders wirksam.


Shiatsu - die Kunst der achtsamen Berührung. Über meine Arbeit mit Energielinien und Akupressurpunkten bringe ich Ihre Energien wieder ins Gleichgewicht. Besonders effektiv in der Kombination von Shintai und Craniosacraler Therapie. Ihren Heilungsprozess begleite ich mit Hilfe von körperorientierter Psychotherapie und auf Wunsch mit makrobiotischer Ernährungsberatung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin: 040-6708226.




       


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Email: marion_menger@sturmruhe.de