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Fu ist ein getrocknetes Seitan-Produkt. Es ist ein sättigendes, eiweißreiches Lebensmittel, das in dünnen Blättern, kleinen dünnen oder größeren dicken Ringen angeboten wird. Wenn es in Ihrem Naturkostladen nicht erhältlich ist, können Sie es wie all die anderen Spezialprodukte der Makrobiotik hier bestellen. Der Service ist sehr gut. Wenn Sie Ihre Bestellung bis 12.00 Uhr mittags telefonisch abgeben, werden Sie bereits am nächsten Tag beliefert.

Für die morgendliche Misosuppe nehme ich am liebsten die Fu-Blätter. Für Eintöpfe und Beilagen ziehe ich die größeren Ringe vor, weil ich die etwas gröbere Konsistenz lieber mag als die feinere der kleinen. Die kleinen Ringe nehme ich sehr gerne mit zum Camping oder auf Reisen, weil sie wenig Platz einnehmen und vor allem leicht und ohne Krümelei zu verarbeiten sind - gerade unter beengten Bedingungen, wie das im Zelt oder einem Hotelzimmer der Fall ist. Sie sind so klein, dass man sie im Ganzen in die Suppe geben kann. Fu eignet sich besonders gut als Einlage für Suppen und Eintopf. Mariniert und frittiert oder gebraten ergibt er eine schmackhafte Beilage zu Getreide und Gemüsegerichten.

Shonai Fu sind Blätter oder Platten von ca. 4 mm Stärke aus Weizeneiweiß (Gluten). Vor der Verarbeitung werden sie eingeweicht, danach vorsichtig ausgedrückt und in Streifen oder kleinere Stücke geschnitten als Einlage für Suppen und Eintöpfe verwendet. Sie können die Streifen aber auch trocken in Streifen schneiden und mit dem Gemüse direkt in die Suppe geben. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass Ihnen die Blätter auseinander brechen. Um das zu vermeiden, müssen Sie zum Schneiden der trockenen Blätter ein japanisches, scharfes Messer nehmen, es an der Schnittstelle ansetzen und mit Ihrem Körpergewicht senkrecht und ruckartig herunterdrücken. Dann klappt es recht gut.


Shonai Fu oder Fu-Blätter

Zenry Fu sind Weizeneiweißringe. Diese leichtverdauliche pflanzliche Proteinquelle wurde vor mehreren hundert Jahren von buddhistischen Mönchen entwickelt. Die Basis von Fu ist Weizeneiweiß. Es wird ähnlich hergestellt wie der Seitan: Weizenmehl wird mit Wasser gemischt und geknetet, danach gespült, um Stärke und Kleie zu entfernen. Das verbleibende, sehr eiweißreiche Gluten vermischt man mit Mehl in insgesamt 4 Lagen. Immer wenn eine neue Lage aufgebracht wurde, muss es im Ofen geröstet werden. Danach wird es gedämpft. Man erreicht dadurch, dass die Struktur weicher wird. Schließlich wird es in Ringe geschnitten und getrocknet.

Auf diese Weise entsteht ein sehr haltbares und nahrhaftes Eiweißprodukt, das ein ideales Nahrungsmittel für die Reise oder die Grundlage für eine schnelle Mahlzeit darstellt. Wie Seitan und Tofu bietet es vielfältige Möglichkeiten der Verarbeitung: Nach dem Einweichen (ca. 5 bis 10 Minuten) und Marinieren drücken Sie die Fu-Ringe zwischen den Handflächen leicht aus und können sie panieren und braten, frittieren mit oder ohne Tempurateig, oder als Einlage in Suppen und Eintopf verwenden. Geschmacklich gibt es keine Grenzen - Fu nimmt den Geschmack der Marinaden und Gewürze oder der Suppen und Eintöpfe an, in denen er zubereitet wird.


Zenry-Fu oder Fu-Ringe


Es heißt, dass die Mönche in den alten Zeiten immer eine Anzahl Fu-Ringe an einer Kordel um den Bauch trugen, wenn sie durchs Land wanderten. Es war nicht schwer, von den Bauern etwas Reis zu bekommen, und auch Wasser zum Einweichen der Fu-Ringe gab es reichlich. So bekamen die Mönche auf ihrem Weg immer etwas Nahrhaftes in den Magen. Eine praktische Angelegenheit. Hinzu kommt noch, dass der Fu sehr leicht ist, wenig Platz einnimmt und nicht verdirbt. Wenn ich Zelten gehe, nehme ich außer Trockentofu, der genauso praktisch für die Reise ist, immer ein paar Fu-Ringe und -Blätter als Basisverpflegung mit.



Rezepte mit Fu




Erbseneintopf mit Mock-Eisbein

Erbseneintopf mit Mock-Eisbein

Mock-Eisbein heißt "falsches" Eisbein, wie z.B. "falscher Hase". Hier wird das Eisbein aus der Erbsensuppe meiner Kinderzeit durch in Olivenöl mit Zwiebeln gebratene Fu-Viertel ersetzt, die vorher in Shoyu-Knoblauch-Wasser eingeweicht worden sind. Das Rezept zu diesem Eintopf finden Sie bei den Rezepten rund ums Brot. Servieren Sie dazu Sauerteigbrot und Salat.


Fu-Zwiebel-Mischung

 


Fu-Mais-Gemüsesuppe

Für die Suppe, die aufgrund der verwendeten Gemüse einen sehr süßen Geschmack hat, weichen Sie einen Fu-Streifen ca. 5 Minuten ein. Drücken Sie ihn vorsichtig aus und schneiden Sie ihn in Streifen. Kochen Sie 2 Maiskolben in Wasser mit etwas Meersalz weich. Sautieren Sie 1 Zwiebel in Achteln, 1 Tasse Karotten, 1/2 Tasse Pastinaken - beide diagonal in Scheiben geschnitten - und 1/2 Paprikaschote in Würfeln in wenig Sesamöl im Wok oder einem schweren Suppentopf. Gießen Sie mit Gemüsebrühe und dem Mais-Kochwasser auf und fügen die Fu-Streifen sowie 1 EL Instant-Wakame hinzu. Mit einem scharfen Messer lösen Sie die Maiskörner von den Kolben und geben sie in die Suppe. Lassen Sie sie aufkochen und noch 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.




Fu-Mais-Gemüsesuppe


Maiskolben werden gegart


fertige Suppe



Rühren Sie pro Tasse Suppe 1 TL unpasteurisiertes Gerstenmiso (am besten Onosake-Miso, wenn Sie es bekommen können) in etwas heißer Suppenbrühe glatt und gießen die Mischung in die Suppe. Gut umrühren, aufkochen lassen und danach sofort vom Herd nehmen. Das Miso soll nicht kochen, sonst werden die wertvollen Enzyme zerstört. Hacken Sie Senfblätter (können Sie auf Ihrem Balkon oder im Winter in einem Kasten auf der Fensterbank züchten) oder Petersilie fein und streuen die Kräuter in die Suppe. Heiß servieren.

 



halbierte Fu-Ringe, frittiert

Fu-Ringe frittiert

Als Beilage brauchen Sie pro Person ca. 1,5 bis 2 Fu Ringe. Halbieren Sie sie in einer Wasser-Shoyu-Mischung, fügen Sie den zerdrückten Knoblauch bei. Erhitzen Sie das Frittieröl. Wenn von einem eingetauchten Holzstil Bläschen aufsteigen, hat das Öl die richtige Temperatur. Wenn der Fu weich ist, drücken Sie ihn gut aus und wälzen ihn von allen Seiten im Maismehl. Geben Sie ihn in das heiße Öl und lassen Sie die Stücke goldbraun werden. Nach dem Frittieren auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Servieren Sie den Fu mit Shoyu-Dip und geraspeltem Rettich (s. unten). sie können die Stücke auch in einer Pfanne in Öl schwimmend braten.


 

 


Fu-Gemüseteller

Fu-Teller mit Gemüse und Tabuleh

Als Beilage brauchen Sie pro Person ca. 2-3 Mini-Fu Ringe, oder 1,5 bis 2 große Ringe. Legen Sie sie im Ganzen in eine Wasser-Shoyu-Mischung, fügen Sie frisch gepressten Ingwersaft bei (reiben und über der Marinade ausdrücken). Erhitzen Sie das Frittieröl. Wenn von einem eingetauchten Holzstil Bläschen aufsteigen, hat das Öl die richtige Temperatur. Wenn der Fu weich ist, drücken Sie ihn gut aus und wälzen ihn von allen Seiten im Maismehl. Geben Sie ihn in das heiße Öl und lassen Sie die Stücke goldbraun werden. Nach dem Frittieren auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Blanchieren Sie Gemüse nach Jahreszeit.


Beilagen im Foto: Blumenkohl und Kohlrabi wurden nacheinander blanchiert. Nebenbei habe ich Hokkaidoschnitze mit etwas Meersalz und Thymianblättchen im Dämpfsieb gegart, 1/2 Avocado aufgeschnitten, Krebsschwänze bereitgelegt und beide mit Zitronensaft beträufelt, außerdem Mungbohnenkeime in wenig Olivenöl sautiert und mit Shoyu und Ingwersaft gewürzt.

Sigure-Miso passt sehr gut als Würze für das blanchierte Gemüse.

Zutaten: Je 1/2 Tasse fein gewürfelte Zwiebel, Karotte und Lotoswurzel; 3 EL geröstetes Sesamöl, etwas Wasser, 1 gehäufter EL Gerstenmiso, 1/8 TL frischer, geriebener Ingwer.

So wird es gemacht: Zwiebeln und Karotten werden in dem Öl gedünstet (ich habe einen EL weniger Öl verwendet als oben im Rezept angegeben), den Lotos zufügen, das Gemüse gerade mit Wasser bedecken und zugedeckt weichkochen lassen. Dann wird das Miso hineingerührt und muss 3 Minuten verkochen. Jetzt den geriebenen Ingwer unterrühren (davon habe ich 1/2 TL genommen statt 1/8, weil ich es mag, wenn der Ingwer ein klein wenig kräftiger vorschmeckt). Jetzt den Wok/die Pfanne sofort vom Herd nehmen. Die Würze kann man sehr gut zu Getreide, Gemüse, Brot oder Nudeln servieren - oder wie in diesem Fall zu blanchiertem Gemüse..

Für das Tabuleh habe ich Bulghur gegart und mit Tomatenwürfelchen, gerösteten Sesamsamen und viel fein gehackter Petersilie, Pfefferminze und einem Dressing aus Zitrone, Shoyu und Olivenöl vermischt.

Servieren Sie den Fu und die verschiedenen Beilagen auf einem Bett aus Ruccolablättern und reichen Sie dazu einen Shoyu-Dip, Mandeloliven, schwarze Oliven und geraspeltem Rettich (s. unten).

  • Sie können die Fu-Ringe übrigens auch in einer Pfanne in Öl schwimmend braten.
  • Wenn Sie die großen Fu-Ringe nehmen, halbieren oder vierteln Sie sie vor dem Frittieren.

 

 

Fu-Tempura mit Shoyu-Dip und Daikon

Für die Fu-Tempura bereiten Sie einen Tempura-Teig zu. Weichen Sie den Fu ca. 10 Minuten ein. Sie können dem Einweichwasser Shoyu, Ingwersaft oder Knoblauch beifügen. Drücken Sie die Fu-Ringe zwischen den Handflächen aus und schneiden Sie sie je nach Rezept in Achtel, Viertel oder Hälften. Wälzen sie die Stücke in Mehl und tauchen sie danach in den Tempurateig ein. Frittieren Sie die Stücke in heißem Pflanzenöl. Das Fett ist heiß genug, wenn an einem eingetauchten Holzlöffelstiel Blasen aufsteigen. Backen Sie alle Stücke aus und lassen Sie sie auf Haushaltspapier abtropfen. Servieren Sie sie mit einem Shoyu-Ingwer-Dip oder einem Shoyu-Zitrone-Dip und etwas geraspeltem Daikon-Rettich mit ein paar Tropfen Shoyu an. Eine leichte Shoyubrühe mit Gemüse vorweg und ein Gurkensalat mit Senf-Zitronendressing passen gut dazu.




Daikon-Rettich, geraspelt, mit Shoyu


Fu-Achtel, frittiert


Shoyu-Dip




Shoyu-Gemüsebrühe


Gurkensalat mit Senf-Zitronendressing

 




Kürbismiso mit Fu-Achteln

Sautieren Sie 1 Zwiebel, 2 Tassen Hokkaido-Kürbisstücke und 1 Karotte in Scheiben in wenig Sesamöl in einem schweren Topf. Gießen Sie mit Suppenstock auf und geben 1 EL Instant-Wakame sowie die eingeweichten und in Knoblauch-Shoyu-Wasser marinierten Fu-Achtel hinein. Lassen Sie die Suppe in bedecktem Topf köcheln, bis das Gemüse weich ist. Rühren Sie pro Tasse Suppe 1 TL Gerstenmiso in etwas heißer Brühe glatt und gießen die Mischung zur Suppe. Noch einmal aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Garnieren Sie mit fein geschnittenen Frühlingszwiebelröllchen.






Miso mit Fu-Ringen und Nudeln

Miso mit Mini-Fu-Ringen und Nudeln

Kochen Sie Nudeln, oder verwenden Sie einen Nudelrest. Weichen Sie pro Person 2 kleine Fu-Ringe in Shoyu-Ingwer-Wasser ein. Sautieren Sie 1/2 Lauchstange, 1 Tasse Hokkaido-Kürbis, 1/2 Tasse Steckrüben, 2 geviertelte Scheiben Lotoswurzel und den Fu in wenig Olivenöl. Aufgießen mit Suppenstock und köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. In der letzten Minute geben Sie 1 Tasse grüne Erbsen (frisch oder tiefgekühlt, keine Dosenware) in den Topf. Rühren Sie pro Tasse Suppe 1 TL Gerstenmiso in etwas heißer Suppenbrühe glatt und gießen die Mischung in den Topf. Gut unterrühren, einmal aufkochen lassen und sofort vom Herd nehmen, damit die Enzyme nicht zerstört werden. Geben Sie Nudeln und Suppe in eine Schüssel und bestreuen sie mit fein gehackter Petersilie.

 

 




Misosuppe grün-orange

Misosuppe mit Gemüsen in Orange und Grün, Wakame und Fu-Ringen

Für diese Misosuppe brauchen Sie Gemüse in Grün und Orange, Zwiebeln, Wakame und 2 Fu-Ringe, jeweils geachtelt. Jetzt in der kalten Jahreszeit bieten sich Karotten, Hokkaido und Rosenkohl an.

Wie sie gemacht wird, finden Sie auf der Seite mit den Suppenrezepten.


Misosuppe mit Fu


Karotten-Zwiebel-Kohlrabi-Pickles

Wie wäre es mit farblich passenden Pickles? Ich stelle regelmäßig die eine oder andere Gemüsemischung zusammen, damit ich immer die richtigen Farben und Geschmäcker zur Auswahl habe. Links: Karotten, Zwiebel, Kohlrabi, Wakame, Ingwer.

Rechts: Rosenkohl-Pickles (Experiment)

Kochen Sie einen Sud aus 2-3 TL Meersalz, 2 EL Reisessig, 1 EL Wacholderbeeren, Senfkörnern, Lorbeerblättern und Wasser. Stecken Sie in jedes Glas 1 Knoblauchzehe und verteilen den Sud über dem Gemüse. Es muss bedeckt sein. 1-2 Wochen fermentieren lassen. Kühl aufbewahren.


Weitere Informationen über Pickles und mehr Rezepte und Gemüsekombinationen finden sie hier. Ich bin gespannt, was bei den Rosenkohl-Pickles herauskommt. Sie sehen jedenfalls interessant aus. Ob das geschmacklich ebenso vielversprechend ausfällt, wird sich in ein, zwei Wochen zeigen. Ich habe die Rosenkohlknospen im Glas mit kochendem Wasser übergossen und ein paar Minuten stehen lassen. So wurden die Außenblätter blanchiert. Das Wasser habe ich wieder abgegossen und durch den obigen Sud ersetzt. Ich habe noch nie von Rosenkohl-Pickles gehört. Dies ist - zumindest für mich - eine Premiere. Und vielleicht am Ende ja auch eine positive Überraschung.

 





Misosuppe mit Fu-Streifen

Misosuppe mit Zwiebeln, Karotten, Pastinaken und Fu-Streifen

Für diese süße Misosuppe geben Sie 1 Zwiebel in Halbmonden, 1 Karotte und 1/2 mittelgroße Pastinake - beide in dicke diagonale Scheiben geschnitten - 1 EL Instant-Wakame und 1/2 Fu-Streifen, eingeweicht, ausgedrückt und in Streifen geschnitten, in kochenden Suppenstock (oder Wasser) mit 1 Prise Meersalz. Der Topfinhalt soll gerade bedeckt sein. Garen Sie das Gemüse auf kleiner Flamme im zugedeckten Topf. Geben Sie 1 TL Olivenöl und pro Tasse Suppe 1 TL in heißer Brühe aufgelöstes Gerstenmiso hinzu und füllen mit Suppenstock nach Bedarf auf. Aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Hacken Sie Petersilie und bestreuen Sie die Suppe damit.

 





Fu-Stew mit Beilagen

Stew mit Fu und Steinpilzen

Weichen Sie 6 Fu-Ringe in Wasser mit etwas Shoyu und durchgedrückter Knoblauchzehe 10 Minuten ein. Sautieren Sie drei Zwiebeln in Würfelchen in Olivenöl, geben Sie einige Champignons oder Pfifferlinge und eine Prise Meersalz hinzu und sautieren Sie weiter.


Fu-Stew mit Steinpilzen

Drücken Sie die Fu-Ringe aus, achteln Sie die Ringe und geben Sie sie mit den Karotten in Dreiecken sowie 1 Tasse halbierter Cocktailtomaten zu der Zwiebel-Pilz-Mischung.

Sautieren Sie alles weitere 5 Minuten und löschen Sie den Topfinhalt mit dem Einweichwasser und Gemüsebrühe (oder Wasser) ab. Garen Sie das Stew im geschlossenen Topf. Würzen Sie das Stew mit 1 TL Umeboshipaste sowie etwas in Brühe angerührtem Miso oder Shoyu. Um die Flüssigkeit im Topf zu binden, rühren Sie Kuzu in kaltem Wasser an (1-2 EL) und gießen Sie die Mischung langsam unter Rühren bis zur gewünschten Konsistenz in die kochende Flüssigkeit. Lassen Sie alles aufkochen und nehmen Sie den Topf vom Herd, sobald die Sauce wieder klar wird. Schmecken Sie das Stew mit Ingwersaft (oder Zitronensaft) ab. Wahlweise können Sie etwas Sojasahne einrühren, um eine cremigere Konsistenz zu erhalten. Garnieren Sie das Stew mit frischen Kräutern.

 

 

Zwiebelsauce mit Fu, Süßkartoffelpüree, Rosenkohl und Aramé

Seit ich diese Seite vor ein paar Tagen eingerichtet habe, schwirren mir neue Verwendungsarten und Rezeptideen für Fu-Gerichte durch den Kopf. So furchtbar viele Rezepte mit Fu gibt es ja nicht, wenn man die makrobiotischen Kochbücher und das Netz durchstöbert. Eine meiner Ideen habe ich heute in die Tat umgesetzt, und es schmeckt ausgesprochen gut. Deshalb teile ich es hier gerne mit Ihnen. Weitere Rezepte warten schon auf Umsetzung - die finden Sie dann in meinem makrobiotischen Kochbuch, das gerade in Arbeit ist.

Dieses Rezept ist für 2 Personen gedacht.




Menü mit Zwiebel-Fu-Sauce
.Für die Sauce weichen Sie 2 Fu-Ringe in einer Marinade aus 2 EL Shoyu, 1 gehackten Knoblauchzehe und 200 ml heißem Wasser ein. Sautieren Sie 6 dicke Zwiebeln in Halbmonden mit 1 Prise Meersalz in 1 EL geröstetem und 1 TL hellem Sesamöl bei mittlerer Hitze. Legen Sie 1 - 2 Thymianzweige mit in den Wok oder die Pfanne, oder streuen Sie etwas getrockneten Thymian hinein. Inzwischen schälen Sie 1 dicke Süßkartoffel pro Person, schneiden sie in Stücke. Putzen Sie pro Person 1 Tasse Rosenkohl und schneiden ihn an den Enden kreuzweise ein, damit er gleichmäßig garen kann. Das Gemüse beiseite stellen. Nehmen Sie den Fu aus der Marinade, drücken ihn leicht aus, teilen ihn in Achtel und geben ihn zu den Zwiebeln. Füllen Sie soviel Suppenstock auf, dass der Wok-Inhalt bedeckt ist.


Fu in Marinade


Zwiebeln werden im Wok sautiert


Fu-Achtel und Zwiebeln im Wok


Fügen Sie 2 TL Instant-Wakame hinzu. Legen Sie einen Deckel auf und köcheln alles ca. 15 Minuten bei niedriger Temperatur. Garen Sie die Süßkartoffel in wenig Wasser mit 1 Prise Meersalz im geschlossenen Topf. Blanchieren Sie den Rosenkohl in kochendem Wasser im offenen Topf. Er muss leuchtend grün bleiben. Nehmen Sie ihn heraus und schrecken ihn mit kaltem Wasser ab, dann behält er die Farbe. Pürieren sie die Süßkartoffel mit 1 TL Miso, 1 TL Umeboshipaste und 1 Messerspitze Zitronenabrieb (von einer ungespritzten Zitrone). Warm stellen.

Für die Sauce rühren Sie 1 TL Kuzu in kaltem Wasser glatt. Rühren Sie 1 TL Gerstenmiso in etwas heißer Brühe glatt. Würzen Sie die Sauce mit Zitronenpfeffer aus der Mühle, 1 TL Umeboshipaste, 1 TL Tahin und 1 TL Limonensaft. Gut einrühren, die Misomischung hineingeben, verrühren, die Kuzumischung zum Andicken einrühren, aufkochen, vom Herd nehmen. Vorsicht, geben Sie das Miso nicht nach dem Kuzu in die Sauce, sie könnte sonst wieder flüssig werden.



Süßkartoffeln, gegart


fertige Zwiebel-Fu-Sauce


Rosenkohl, blanchiert


Servieren Sie die heiße Zwiebel-Fu-Sauce zu dem Süßkartoffelpüree mit dem Rosenkohl und Pickles. Ich hatte noch einen Rest Aramé, der passte sehr gut zu diesem Menü, auch farblich, denn mir fehlte ein bisschen Schwarz. Ich hätte auch ein paar schwarze Oliven dazulegen können, das hätte denselben Effekt gehabt.

Reste von dieser Sauce schmecken sehr gut zu Spaghetti oder anderen Nudeln, und natürlich auch zu Vollkornreis oder anderem Getreide. Kombinieren Sie diese beiden Bestandteile mit frischen blanchierten Gemüsen, z.B. Brokkoli, Blumenkohl, Karotten etc., legen Sie Maiskolbenscheiben dazu, eine andere Sorte Pickles, z.B. Gurkenpickles oder gepresste Radieschenpickles, Sauerkraut oder Rote Beete Pickles - servieren eine Shoyubrühe vorweg - schon haben Sie ein ganz neues Gericht.

Oder Sie pürieren den Saucenrest mit 1 TL Tahin, 1 TL Senf und 1/2 TL Umeboshipaste und servieren ihn als pikanten Brotaufstrich.



Brotaufstrich aus Zwiebel-Fu-Saucenrest


Servieren Sie dazu selbstgemachte Pickles

 

Wie wäre es mit einem leckeren Dessert? Hier ist ein sehr einfacher herbstlicher Nachtisch:

Gedämpfte Äpfel mit Vanillesauce und getoasteten Mandeln:


Apfel-Dessert


Das geht ganz einfach: Schneiden Sie einen geviertelten und entkernten Apfel pro Person ungeschält in feine Scheiben. Legen Sie die Scheiben gitterförmig übereinander in einen Dämpfer oder in ein Sieb. Geben Sie eine Prise Meersalz und etwas Zimptpulver darüber. Stellen Sie den Dämpfer über einen Topf mit kochendem Wasser (oder hängen Sie das Sieb in den Topf über das Wasser), legen den Deckel auf und dämpfen die Scheiben, bis sie weich sind.

Für die Sauce verquirlen Sie etwas Soja-Vanillepudding (selbstgemacht oder fertigen Pudding aus dem Naturkostladen) mit wenig Apfelsaft. Es soll eine sämige Vanillesauce entstehen. Natürlich können Sie auch Vanillesauce selber kochen.

Für die Garnitur rösten Sie ganze Mandeln in einer Pfanne oder in einem kleinen Grillbackofen (finde ich äußerst praktisch für Single-Haushalte wie meinen). Lassen Sie die Mandeln etwas abkühlen und hacken sie grob.

Nehmen Sie den Grillkorb vom Topf und stülpen die Äpfel auf einen Dessertteller. Wenn Sie Äpfel für mehrere Personen in einem großen Grilkorb oder Sieb gedämpft haben, müssen Sie die Apfelscheiben vorsichtig mit einer Gabel herausheben und auf Teller verteilen. Mit der Vanillesauce umgießen und mit den gehackten Mandeln bestreuen.



Apfelscheiben in einem Dämpfer...


...über heißem Wasser garen


Vanillepudding mit Saft mischen



geröstete Mandeln hacken


Apfelscheiben auf Teller stülpen


mit Vanillesauce umgießen



mit Mandeln bestreut servieren
 

Ich wünsche gutes Gelingen!

Hier noch drei Bücher mit Rezepten und Informationen zum Thema:




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Email: marion_menger@sturmruhe.de