Craniosacraltherapie



Michael Shea bei Baby-Behandlung, Cranium

Craniosacraltherapie gründet sich auf die Tatsache, dass Gehirn und Rückenmark in einem flüssigen Medium, dem "Liquor" schwimmen. Der Liquor hat seine eigene Rhythmik (wie Atmung, Herzschlag und Lymphe). Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass sich Beschaffenheit und Schwingungsverhalten dieses Mediums auf die Gesundheit und das geistige und körperliche Wohlgefühl auswirken.


Die Ursprünge der Craniosacraltherapie liegen im frühen 20. Jahrhundert. Damals fand Dr. William Garner Sutherland heraus, dass die Schädelknochen beweglich sind.


Während der nächsten fünfzig Jahre lernte er die Bewegungen dieser Knochen zu erspüren, den Effekt unzureichender Beweglichkeit auf den gesamten Körper zu erkennen, sowie die Harmonie der Bewegung durch sanfte Manuipulationen von Knochen und Membranen wieder herzustellen. Seine klinischen Erfahrungen zeigten, dass eine Veränderung der Beziehungen der Schädelknochen untereinander, sowie des Drucks im Craniosacralen System tatsächlich weitreichende Auswirkungen auf das menschliche Nervensystem und den gesamten Körper haben. In seinen letzten Lebensjahren entdeckte er eine Kraft - welche er später den Lebensatem nannte - die ohne die Einwirkung äußerer Kräfte von innen heraus eine Korrektur vollführt.

Weiterentwickelt und wissenschaftlich erforscht wurde seine Arbeit durch Dr. John Upledger (USA).

Ähnlich wie die Heilungskonzepte von Chi und Prana verändert der Kontakt mit dem Lebensatem den Fokus der Behandlung hin zu einer subtilen Berührung in spiritueller Achtung und Ehrfurcht. Die Heilung geschieht von innen nach außen im Einklang mit der inneren Intelligenz des menschlichen Systems.

Wie wird Craniosacraltherapie ausgeführt?
Charakteristisch für die Craniosacraltherapie ist der Einsatz feiner manueller Techniken, bei denen mit geringstem mechanischen Krafteinsatz gearbeitet wird, deren Anwendung aber differenzierte medizinische Kenntnisse voraussetzt. Obwohl der Patient nur sehr leicht berührt wird, geht diese Arbeit sehr tief: Blockaden des Craniosacralen Systems können erfühlt und über die Behandlung an Schädelknochen, Hirn- und Rückenmarkshäuten sowie am Bindegewebe gelöst werden. Selbst lange zurückliegende Schocktraumata wie beispielsweise ein Geburtstrauma kann mit Craniosacraltherapie bearbeitet und aufgelöst werden.
Michael Shea bei Babybehandlung  (Sacrum)
Michael Shea bei Baby-Behandlung, Sacrum

Schematische Darstellung des Craniosacralen Systems
Zu einer Craniosacral Behandlung im engeren Sinne gehört die Somato-Emotionale Prozessarbeit und der Therapeutische Dialog. Verletzungen und jede Art von Trauma "speichert" der Körper im Gewebe. Mit dieser Behandlung kann der Therapeut auf die Traumata eingehen und die damit in Verbindung stehenden Emotionen thematisieren, so dass es dem Patienten erleichtert wird sie zu verarbeiten.

Craniosacraltherapie zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus und verbindet verschiedene Therapieansätze auf besondere Weise miteinander. Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung des Craniosacralen Systems, das die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit nährt und das zentrale Nervensystem schützt. Dieses physiologische System umfaßt die Strukturen des Cranium (Schädel), der Wirbelsäule und des Sacrum (Kreuzbein). Weiterhin gehören die Gehirn- und Rückenmarkshäute, der Liquor (Cerebrospinalflüssigkeit) und die liquorbildenden Strukturen zu diesem System .
Schematische Darstellung des Craniosacralen Systems
- Zeichnung von meinem Studienkollegen Friedrich Wolf
Das Craniosacrale System befindet sich im Zentrum des Körpers, und seine Funktion hat weitreichende Auswirkungen auf das Vegetativum, das Endokrinium und das Muskelskelettsystem. Es beeinflusst und steuert die grundlegenden psycho-physiologischen Abläufe des Körpers. Ein Ziel dieser tiefgreifenden Körpertherapie ist es, diese pulsierenden Bewegungen mit Hilfe differenzierter Behandlungstechniken zu harmonisieren und zu stärken.
pulsierendes Gehirn


Wie wirkt Craniosacraltherapie?

Die Craniosacral Behandlung bewirkt eine verbesserte Durchblutung und Ernährung aller Körpergewebe sowie eine größere Beweglichkeit der Muskelfaszien, der knöchernen Strukturen und der Gelenke. Dadurch fühlen sich die Klienten leichter, freier, beweglicher - im Fluss mit ihren Energien. Gleichzeitig erleben die Klienten einen tiefgehenden Selbsterfahrungsprozeß, der im Verlaufe der Therapie einer erhöhten Selbstwahrnehmung und einem verbesserten Körperbewußtsein führt.

Craniokurs in Kent, UK, Sevenoaks School

 
Sie lernen, ihre Bedürfnisse differenzierter wahrzunehmen, zu respektieren und entsprechend aktiv zu werden, was zu mehr Bewusstheit und Autonomie in vielen Lebensbereichen führen kann.

Stark gestresste oder psychosomatisch erkrankte Menschen erleben eine tiefe Entspannung. Sie lernen Zustände von Krankheit und Erschöpfung anzunehmen und Schritt für Schritt loszulassen. Traumatisierende Erfahrungen und krankmachende Einstellungen werden mit Hilfe Somato-Emotionaler Prozessarbeit bzw. therapeutischem Dialog dem bewussten Erleben zugänglich gemacht. Die geschärfte Selbstbeobachtung hilft den Klienten, eine aktive Verantwortung für ihren Heilungsprozess zu übernehmen.

Craniosacraltherapie dient auch dem gesunden Menschen: Die Lebensenergien und körpereigenen Rhythmen können harmonisiert und gestärkt werden. Die Regenerationsfähigkeit des Zentralen Nervensystems wird unterstützt, was zur Stärkung der Gesundheit und damit zur Vorbeugung gegen Erkrankungen führt.
Craniosacrales System
Craniosacrales System

Für wen ist diese Arbeit geeignet?

Craniosacraltherapie kann an Menschen aller Altersstufen ausgeübt werden, sowohl an Säuglingen als auch an alten Leuten. Die differenzierten Techniken dieser Methode erlauben es, eine Vielzahl von Krankheitsbildern ganzheitlich, auf struktureller, emotionaler und mentaler Ebene anzugehen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, daß Craniosacraltherapie auch in Verbindung mit anderen Behandlungen die Heilungschancen verbessert. Bereits gut dokumentiert sind günstige Krankheitsverläufe durch die Anwendung von Craniosacraltherapie z.B. bei folgenden Krankheitsbildern:
Greisin
Babyhände
Stress und dessen Folgeerscheinungen, psychosomatische Krankheitsbilder, Störungen des Zentralnervensystems wie beispielsweise Morbus Parkinson, Multiple Sclerose, Cerebral Parese, Schlaganfall, Folgen von Unfällen und Stürzen, Schleudertrauma, Schocktrauma, Geburtstrauma, Postoperative Beschwerden, akute und chronische Schmerzzustände, Migräne, Rheuma, Schulter- und Rückenbeschwerden, Facialis Parese, Tinnitus, TMG-Beschwerden und vieles mehr.

 


 

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Email: marion_menger@sturmruhe.de