Meine ersten Schritte als Buchautorin |
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| Das Kochbuch enthält Originalrezepte, die ich während meines mehrjährigen Aufenthalts in Thailand gesammelt habe. Thailand, seine Menschen und seine Kultur, sein Klima und nicht zuletzt die exotische thailändische Küche wurden meine große Liebe. Aus den damals ursprünglich geplanten vier Wochen Stop-Over auf meinem Weg nach Australien wurde ein Jahr, in dem ich, gemeinsam mit meinem damals 10-jährigen Sohn Oliver, das ganze Land von Nord nach Süd bereiste und mit immer besser werdenden Sprachkenntnissen viele Freundschaften schloss. Das verhalf mir ganz unverhofft zu einem Job als Gästebetreuerin in einem Ferien-Ressort. Durch meinen engen Kontakt mit dem Küchenpersonal lernte ich viel über die Geheimnisse der thailändischen Küche.
Besonders faszinierend fand ich die riesigen, bunten Märkte, auf denen alles angeboten wurde, was man essen oder zum Kochen verarbeiten konnte, und natürlich die unzähligen Essstände, an denen man zusehen konnte, wie die wunderbaren, duftenden und würzigen Speisen zubereitet wurden. Und alles musste natürlich probiert werden! Meine natürliche Neugier und die Offenheit für Neues führte dazu, dass die einheimischen Köchinnen und Köche gerne ihre Geheimnisse mit mir teilten, und so war eines der Resultate dieser ersten Reise ein ansehnlicher Stapel an Rezepten - nicht nur aus Thailand, denn zwischendurch bereiste ich mehrere Monate lang Penang, Sumatra, Sri Lanka und natürlich wie von Anfang an geplant Australien, wo ich als "Sandwich Hand" mein Sprachstudium finanzierte - auch diese Reisen ergaben eine reiche Rezept-Ernte, die ich in der nahen Zukunft zu Kochbüchern verarbeiten werde. Dabei versuche ich, Zutaten wie Zucker und raffinierte Beigaben durch gesündere zu ersetzen, so dass ich hin und wieder auch selber das eine oder andere der Gerichte genießen kann. Natürlich handelt es sich immer noch um Rezepte aus den Tropen, und streng lebende Makrobioten oder kranke Menschen werden es sich vermutlich verkneifen die Rezepte auszuprobieren. Doch mir bekommen die Gerichte sehr gut. Ich nehme sie auch nicht gerade an einem eisigen Wintertag zu mir, sondern eher im Sommer, wenn es heiß ist, oder in einer Situation, wo ich einen extremeren Ausgleich brauche.
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| Ein Jahr nach meiner Rückkehr leitete ich ein Projekt mit schwererziehbaren deutschen Jugendlichen, das mich wieder für längere Zeit nach Thailand führte. Zur Erholung nach der anstrengenden Arbeit mit den Jugendlichen gönnte ich mir vier Monate auf der Insel Koh Samui. Dort landete ich als Mitarbeiterin in einem Gesundheitszentrum. Meine Aufgabe war es eine makrobiotische Speisekarte für das Restaurant zu entwickeln. Nebenbei betreute ich wieder die dort fastenden Gäste: Ich unterrichtete Do-In, das sind hoch wirksame Meridianübungen, gab Ernährungsberatungen und war auch als Heilpraktikerin und Therapeutin für das Wohl der Gäste verantwortlich.
Schließlich ging es daran, die thailändischen Köche makrobiotisch zu schulen, damit diese die neuen Rezepte zubereiten lernten - keine leichte Aufgabe, denn die Köche sprachen kaum Englisch, während sich meine Thaikenntnisse eher auf die allgemeinen Tätigkeiten wie Einkaufen und Smalltalk beschränkten. Doch wir schafften es, und im Austausch nahmen sie mich frühmorgens mit zum Markt. Ich lernte die richtigen Zutaten auszuwählen, gute Qualität von schlechter zu unterscheiden und die günstigsten Preise mit einem Lächeln auszuhandeln. Natürlich gaben mir die Köche auch unbezahlbare Tipps zur Zubereitung vieler thailändischer Speisen.
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Email: marion_menger@sturmruhe.de