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Anti-Aging

alte Frau
Gegen das Alter ist kein Kraut gewachsen. Zwar haben Altersforscher herausgefunden, dass ein Mensch aufgrund seiner genetischen Veranlagung ein Lebensalter von 120 Jahren und mehr erreichen könnte. Die meisten Menschen schaffen es jedoch nicht einmal bis zum 100. Lebensjahr. Alterungsprozesse sind vor allem eine Folge von Zellschädigungen, die man mit gezielten Methoden bekämpfen kann. In den USA hat sich dieser Bereich der Medizin zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt, und seit einiger Zeit ist das Thema Anti-Aging auch bei uns in aller Munde. Fit, gesund, aktiv und attraktiv zu sein bis ins hohe Alter – das wünschen sich die meisten Menschen. Doch dazu gehört u.a. eine gesunde Lebensführung. Das ist an sich keine Neuigkeit. Doch die meisten Menschen bleiben lieber bei ihren lieben Gewohnheiten. Die wenigsten überwinden ihre Bequemlichkeit und ändern etwas.

Dabei müssen Sie gar nicht sofort alles verändern. Es geht auch Schritt für Schritt, und jeder Schritt zählt. Als meine Shiatsu-Lehrer mir vor 12 Jahren die Makrobiotik nahe legten, wäre ich beinahe am Kaffeeverbot gescheitert. Doch ich erhielt den Rat, mit einer Reduzierung des Kaffeevergnügens zu beginnen und mich pro Tag auf eine Tasse festzulegen. Ich sollte sie dann trinken, wenn ich sie am meisten brauchte. Das war für mich morgens. Ansonsten sollte ich mich umstellen auf Getreidekaffee. Das war einfach. Es gab kein Verbot, ich „durfte“ weiterhin Kaffee trinken. Irgendwann war es mir zu blöd meine Kaffeemaschine für eine einzige Tasse anzuwerfen und danach alles wieder zu reinigen. Ich hatte mich an den Getreidekaffee gewöhnt, und habe den Kaffee nie wieder vermisst.

Wenn Sie beispielsweise bisher immer nur dann etwas zu sich nehmen, wenn es ihnen gerade einfällt, oder wenn der Hunger Sie dazu zwingt, könnten Sie sich Ihrem Körper zuliebe regelmäßige Essenszeiten angewöhnen. Und wenn Sie bisher halbe Nächte vor dem Fernseher verbracht haben, könnten Sie sich entschließen in Zukunft spätestens um Mitternacht ins Bett zu gehen. Eine interessante Sendung aus dem Spätprogramm können Sie auch aufnehmen und am nächsten Tag ansehen.

Allein diese beiden Schritte machen einen großen Unterschied in Richtung Anti-Aging. Nachts regeneriert sich Ihr Körper. Die Leber entgiftet bis 3.00 Uhr morgens, danach baut sie auf. Aber nur, wenn Sie nachts auch schlafen. Wenn Sie Ihren Körper daran hindern zu regenerieren, muss Ihre Leber zur Aufbauzeit entgiften, und letztlich schaden Sie sich selber, wenn danach keine Zeit mehr für die Regeneration bleibt. Einmal alle paar Wochen kann Ihr Organismus das verkraften, doch wenn es regelmäig geschieht, haben Sie bald ein Problem. Würden Sie Ihr Auto so behandeln?

Leber zur Transplantation
Leber zur Transplantation - eine Minifabrik

Wenn Sie wirklich Ihre Gewohnheiten ändern wollen, ist es sehr wichtig, dass Sie das neue Verhalten mindestens 21 Tage lang praktizieren – nicht 18 Tage, nicht 19 Tage, sondern 21. So lange dauert es, bis die alten Muster vollständig überschrieben sind. Werden Sie zwischendurch rückfällig, ist es nicht schlimm, wenn es nur einmal geschieht, und Sie danach wieder den neuen Weg gehen. Allerdings fängt dann die 21-Tage-Frist von neuem an. Bleiben Sie jedoch ein, zwei Tage lang bei den alten Gewohnheiten, wird es Ihnen schwer fallen danach wieder umzuschalten, und ein paar Tage später ist alles wieder vergessen.

Obst und Gemüse
Haben Sie erst einmal Ihre allgemeinen Gewohnheiten geändert, kommt meistens ganz von alleine der Wunsch nach weiteren Veränderungen auf. Vielleicht haben Sie dann Lust sich auf eine ausgewogenere Ernährung einzulassen, die vor vielen Krankheiten schützt, fit hält und die Haut straff hält. Die Ernährung soll fettarm, eiweiß-, ballaststoff- und abwechslungsreich sein. Abwechslung ist in diesem Zusammenhang ein gutes Motto.

Der richtige Speiseplan hält nicht nur den Kreislauf gesund, sondern schützt auch vor Diabetes sowie vielen Formen von Krebs. Gerade die Makrobiotik, nicht zu streng angewandt, und die mediterrane Küche sind eine sinnvolle und gesunde Bereicherung. Vitamin E, Vitamin C, Provitamine wie Beta-Karotin oder Spurenelemente wie Selen haben eine Zellerhaltende Wirkung.

Damit sie vom Körper aufgenommen werden können, essen Sie mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse täglich. Trinken Sie ausreichend und regelmäßig frisches, gesundes Quellwasser.
trinken
Tai Chi am Strand
Tai Chi am Meer
Möchten Sie einen gelassenen Umgang mit Alltagsstress lernen? Dann melden Sie sich doch zu einem Mentaltraining an. Oder beginnen mit Tai Chi, Yoga oder Meditation. Ihr innerer Heiler weist Ihnen den Weg zu einer geeigneten Aktivität, sobald er mitbekommt, dass Sie es ernst meinen. Es liegt nur an Ihnen, dieses Signal zu setzen.

Wenn Sie Ihre Haut möglichst lange jung halten wollen, sollten Sie sie nicht unnötigem Stress wie UV-Strahlen aussetzen. Gehen Sie nur mit ausreichendem Lichtschutz in die Sonne.

Wollen sie die Zeit zurückdrehen - in nur 20 Minuten? Die Thalasso-Hauttherapie erfordert nur einen Bruchteil der Zeit, die Sie für eine ausgiebige, professionelle Gesichtsbehandlung aufwenden müssten. Die Hautpflege mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen, Chitosan und besonders mineralstoffreichem Wasser wird nicht in Flaschen oder Tiegeln angeboten, sondern in Pad-Form. Die Pads sind einzeln versiegelt. Dadurch bleiben die Inhaltsstoffe bis zum Gebrauch frisch und frei von Schadstoffen. Die Pads gibt es für Augenpartie, Hals und das ganze Gesicht.


Ein zweiter Hautfeind ist Nikotin. Wenn Raucher älter werden, sehen sie meist älter aus als alt gewordene Nichtraucher. Der Grund ist die im Vergleich zu Nichtrauchern höhere Anzahl der Falten im Gesicht. Verantwortlich dafür könnte ein Enzym sein: Das so genannte Matrix-Metalloproteinase (MMP1) reduziert das Kollagen, das für die Elastizität der Haut mit verantwortlich ist, und zwar am gesamten Körper. Neben der Haut schädigt der blaue Dunst die Sinneszellen, lässt das Gehirn schneller altern, beeinträchtigt Nieren und Harnwege und kann neusten Studien zufolge bei Männern sogar den Penis verkürzen. Verengte Arterien führen zu Durchblutungsstörungen und können das Raucherbein verursachen. Die Sterblichkeitsrate für jede Krebsart ist bei Rauchern bis zu vier Mal höher als bei Nichtrauchern. Außerdem führt das Qualmen zu einer Raucherlunge und erhöht das Lungenkrebsrisiko um bis zu sechzig Prozent.

Mehrere Studien belegen, dass Alkohol in Maßen die Gesundheit fördert, besonders Rotwein. In geringen Mengen beeinflusst er das Immunsystem: Der Körper produziert mehr entzündungshemmende als Entzündungsauslösende Stoffe. Das wirkt sich ganz besonders positiv auf die Herzkranzgefäße aus und kann somit das Risiko für einen Herzinfarkt um 60 Prozent senken. Ein Glas Rotwein pro Tag kann nach Angaben von Experten zudem das Risiko einer Diabetes-Erkrankung verringern.
Ein Glas Rotwein in Ehren

Forscher des renommierten „Massachusetts Instituts of Technology“ haben im Rotwein eine völlig neue Substanz entdeckt. Resveratrol stammt aus der Schale von roten Weintrauben und schützt die hoch empfindliche Traube vor Mangelernährung. Ein Wissenschaftler: „Wir glauben, dass Resveratrol das Leben um 30 Prozent verlängern kann. Wenn ein gesunder Mensch ab 50 täglich ein Glas Rotwein trinkt, könnte er allein dadurch zehn zusätzliche Jahre gewinnen.“

Allgemein bekannt ist aber auch, dass übermäßiger Alkoholgenuss die Verhältnisse umkehrt und viele Folgewirkungen mit sich bringt, die unter anderem den Alterungsprozess verstärken. Dass bei jedem Rausch mehrere tausend Gehirnzellen absterben, ist allgemein bekannt. Doch Alkohol wirkt sich als Zellgift auf den gesamten Organismus aus und ist an der Entstehung und Aufrechterhaltung vieler Krankheiten beteiligt. Ein langjähriger Alkoholmissbrauch kann schwere epileptischen Anfälle (Entzugskrämpfe) verursachen und sogar das Gehirn verkleinern. Alkohol ist auch an der Entstehung vieler Krebserkrankungen beteiligt, besonders im oberen Verdauungssystem können sich Tumore bilden.

Gerade jetzt zum Frühlingsbeginn haben Sie vielleicht plötzlich Lust sich sportlich zu betätigen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie neben einem Kraftsteigernden auch ein aerobisches Training wählen, das Herz und Kreislauf stärkt.

Jogging
Nach sportmedizinischen Erkenntnissen bieten sich vor allem folgende Sportarten an, die in besonderem Maße die Gelenke schonen: Walking, Joggen auf Waldböden, Schwimmen, Radfahren (eventuell auf dem Heimtrainer) oder auch Callanetics und Gymnastik. Das Training sollte sich langsam aufbauen, damit es zu keinem Zeitpunkt zu Überbelastungen mit Herzrasen, Atemnot oder Unwohlsein kommt. Messen Sie Ihre Pulsfrequenz - damit können Sie eine optimale Trainingseinheit messen.

Der Puls darf nicht höher steigen als 220 Schläge pro Minute minus Lebensalter. Die Trainingseinheiten sollten mindestens 20 bis 30 Minuten dauern und man sollte sie mindestens viermal pro Woche durchführen. Die wichtigste Wirkung von Sport für das Altern ist die Entwicklung einer Stressresistenz. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, werden ruhiger, gelassener und verarbeiten Stress leichter.

In den Muskeln befinden sich kleine Kraftwerke, die so genannten Insulinrezeptoren. Sie pressen die beim Kohlenhydratabbau entstehende Glukose (Zucker) in die Muskelzelle hinein und nehmen sie bei Bedarf wieder hinaus. Damit dieses System ein Leben lang optimal abläuft, müssen Sie die Muskeln täglich bewegen. Bewegen Sie sich zu wenig, nimmt die Zahl der Insulinrezeptoren drastisch ab und Sie setzen Fett an. Der Blutzuckerspiegel steigt, darauf wiederum der Insulinspiegel. Hier beginnt ein Teufelskreis: Es entwickelt sich ungeliebtes Übergewicht, und zwangsläufig steigt der Cholesterinspiegel im Blut an. Die Arterien verkalken, der Blutdruck erhöht sich. Es besteht die Gefahr, dass sich Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) entwickelt.

Lassen Sie es nicht soweit kommen. Gehen Sie nach draußen. Wenn Sie keine Zeit haben täglich Sport zu treiben, tun Sie es mindestens dreimal pro Woche und gehen Sie wenigstens täglich spazieren. Es gibt spezielle Sportschuhe, die Sie trainieren, ohne dass Sie mehr tun müssen als gehen.
Schwimmen

Sind Sie übergewichtig und haben es satt, sich am Strand unter einem riesigen Handtuch zu verstecken? Träumen Sie davon, in einem Bikini eine gute Figur zu machen? Oder wenigstens in einem Einteiler? Neben dem Schönheitseffekt einer Diät steht der lebensverlängernde Aspekt. Wenn Sie Ihre Ernährung auf eine ausgewogene Kost mit viel Obst und Gemüse umstellen, ist der Anfang zum Abnehmen gemacht. Tierversuche zeigten, dass eine eher karge Ernährung die Lebenserwartung erhöht. Die genauen Gründe dafür sind noch unklar. Ein ärgerliches Naturgesetz: Mit zunehmendem Alter verbraucht der Organismus immer weniger Energie. Wichtig für ältere Menschen ist deshalb, dass sie weniger Kalorien essen und sich dabei mehr bewegen sollten. Die makrobiotische Ernährung eignet sich gerade für diesen Zweck perfekt. Es wird wenig Fett verbraucht, wenig tierische Erzeugnisse, viel Gemüse, Obst, Getreide, und es gibt viele Kombinationen von Nahrungsmitteln, die das Abnehmen unterstützen. Gleichzeitig wird Ihr Körper optimal entschlackt. Die sich neu entwickelnden Zellen entsprechen der Qualität der von Ihnen aufgenommenen Nahrungsmittel. Sind es gesunde Nahrungsmittel, sind auch die neuen Zellen gesund. Du bist was du isst, wusste schon Hippokrates.

Zum Vergleich schauen Sie sich einmal die allgemeinen Lebensregeln an, die Michio Kushi in seinen Büchern veröffentlicht hat - lange bevor die Begriffe Wellness und Anti-Aging existierten:

Makrobiotische Lebensregeln:


• Leben Sie jeden Tag unbeschwert, ohne an Ihre Gesundheit zu denken. Bemühen Sie sich geistig und körperlich fit zu sein.

• Betrachten Sie alles und jeden mit Dankbarkeit, bringen Sie vor allem vor und nach jeder Mahlzeit Ihren Dank dar.

• Kauen Sie das Essen sehr gut. Jeden Bissen mindestens 50-mal, oder bis er flüssig ist.

• Gehen Sie vor Mitternacht schlafen, und stehen Sie jeden Morgen früh auf.

• Vermeiden Sie es Kunststoff oder Wolle direkt auf der Haut zu tragen. Kleiden Sie sich stattdessen in Baumwolle, vor allem als Unterwäsche. Vermeiden Sie zuviel Metallschmuck an Fingern, Handgelenken und Hals. Er sollte einfach und anmutig sein.

o Wenn Ihre Gesundheit es zulässt, gehen Sie leicht bekleidet hinaus.

o Laufen Sie täglich eine halbe Stunde auf Gras, Sand oder Erde.

o Halten Sie Ihre Wohnung und Ihr Haus in Ordnung, von Küche, Bad, Schlafzimmer und Wohnzimmer bis in die dunkelsten Ecken.

• Beginnen Sie einen regen Briefverkehr, pflegen Sie ihn, und senden Sie Eltern, Kindern, Brüdern und Schwestern, Lehrern und Freunden Ihre besten Wünsche.

• Meiden Sie langes, heißes Baden oder Duschen, falls Sie nicht zuviel Salz oder tierische Nahrung gegessen haben. Sie rauben dem Körper sonst wichtige Mineralstoffe.

• Reiben Sie Ihren ganzen Körper morgens oder abends mit einem heißen, feuchten Waschlappen ab, bis die Haut rot wird. Wenn das nicht möglich ist, reiben Sie wenigstens Hände, Finger, Füße und Zehen ab.

• Benutzen Sie keine chemisch parfümierten Kosmetika. Pflegen Sie die Zähne mit natürlichen Produkten oder Meersalz.

• Wenn es die Gesundheit erlaubt, machen Sie regelmäßig körperliche Übungen, zu denen auch Aktivitäten wie Bodenschrubben, Fensterputzen und Wäschewaschen gehören. Sie können auch an Übungsprogrammen für Yoga, Tanz oder Sport teilnehmen.

• Benutzen Sie wenn irgend möglich keinen elektrischen Kochherd, und auf keinen Fall einen Mikrowellenherd. Sobald wie möglich sollten Sie auf Gas oder Holz umstellen.

• Die Benutzung von Farbfernsehern und Computern sollten Sie möglichst auf ein Minimum beschränken.

• Stellen Sie große Grünpflanzen auf, um den Sauerstoffgehalt der Luft in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus zu erhöhen und sie frisch zu erhalten.
• Singen Sie jeden Tag ein fröhliches Lied.

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